Benefizkonzert des Rotary-Clubs in St. Gallus

Die Mainzer Johanniskantorei spielt in der Flörsheimer Galluskirche für den Rotary-Club Hocheim-Flörsheim-Oberer Rheingau. Der unterstützt das Hospiz „Lebensbrücke“ und Grundschulen.

Den musikalischen Abschluss des Weihnachtsmarktes und für viele Musikfreunde sicherlich auch der Höhepunkt im musikalischen Rahmenprogramm bildete am Sonntag das Benefizkonzert, zu dem die Rotarier des Clubs Hochheim-Flörsheim-Oberer Rheingau in die St.-Gallus-Kirche eingeladen hatten. Es musizierte die Mainzer Johanniskantorei unter dem Konzerttitel „Die Kunst der Polyphonie“. Der Chor steht unter Leitung von Volker Ellenberger, der die Veranstaltung moderierte.
Viel Applaus spendeten die rund 200 Zuhörer für Ellenbergers Spiel an der Barock-Orgel mit drei Stücken aus Bachs Spätwerk „Kunst der Fuge“.

Den Komponisten aus dem 18. Jahrhundert bezeichnete Ellenberger als „Meister der Polyphonie“. Die ästhetische Vorgabe der Polyphonie („Mehrstimmigkeit“) sei das „Ausdrücken von Erhabenheit“, die als Richtschnur jedem Text übergeordnet ist. Das Konzert begann mit drei Musikstücken des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina (um 1525-1594), dessen Adventshymnus „Conditor alme siderum“ in der Nachdichtung von Thomas Müntzer (1523) gesungen wurde. „Das ist der Kern der Polyphonie, die sich aus dem gregorianischen Choral mit der Motette entwickelt hat“, erklärte Konzertleiter Ellenberger.
Ein weiterer Höhepunkt waren die sieben Motetten zu vier Stimmen aus den „Cantiones sacrae“ von Orlando di Lasso (1532-1594), bekannt als die „Fugger Motetten“. Das Konzert endete mit eine Motette, die Heinrich Schütz (1585-1672) zum Ende der Ära der Polyphonie komponierte.
Die Präsidentin des Rotary Clubs Hochheim-Flörsheim-Oberer Rheingau, Gräfin Martha von Westerholdt, stellte in ihrer Begrüßung den mit 30 Mitgliedern relativ kleinen und mit fünf Jahren recht jungen Club vor. Er habe sich zur Aufgabe gemacht, regionale soziale Projekte zu unterstützen. So wurde anstelle eines Eintrittspreises um eine Spende für das Flörsheimer Hospiz „Lebensbrücke“ und die Grundschulen in Flörsheim und Hochheim erbeten. Das Geld wird verwendet für Aktionen wie „Gesunde Kids“ an der Paul-Maar-Schule und die „Zirkuswoche“ des Fördervereins der Grundschule Weilbach.
Zum dritten Mal hatten die Rotarier den zentral gelegenen Stand des Flörsheimer Hospizvereins „Lebensbrücke“ auf dem Weihnachtsmarkt übernommen. Mit dem Kauf eines der vielen Weihnachtsüberraschungspäckchen oder dem Verzehr des dort angebotenen Hirschgulaschs konnte ebenfalls gespendet werden.

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