Pressespiegel: Netzwerker fördern Hilfsprojekte

Rotary Club Flörsheim-Hochheim gegründet

Netzwerker fördern Hilfsprojekte

Die Mainstädte Flörsheim und Hochheim bekommen ab Ende dieses Jahres einen neuen ehrenamtlichen Akteur. 25 Gründungsmitglieder haben einen Ableger des Rotary Clubs ins Leben gerufen. Den Vorsitz übernimmt der Weilbacher Marcus Reif.

Der „Governor des Distrikts 1820“, Peter Roeder von Diersburg (links), und der Präsident des Rotary Clubs, Marcus Reif, bei der Charter-Feier.
Der „Governor des Distrikts 1820“, Peter Roeder von Diersburg (links), und der Präsident des Rotary Clubs, Marcus Reif, bei der Charter-Feier.

Flörsheim. „Service above Self“ – selbstloses Dienen lautet der Grundgedanke der Rotary Clubs. Diesem Ziel hat sich nun auch Marcus Reif, der sich auch als Vorsitzender der Flörsheimer CDU-Fraktion engagiert, verschrieben. Wenn sich ein Kommunalpolitiker ehrenamtlich in einer anderen gut vernetzten Organisation engagiert, könnte man zunächst Karrieregründe vermuten. Marcus Reif betont aber, dass ein persönlicher Vorteil für ihn überhaupt keinen Ausschlag gegeben habe. Er sei vielmehr von der Arbeit der Rotarier überzeugt gewesen, die sich unter anderem für die weltweite Bekämpfung der Kinderlähmung einsetzen.

Rotary betreibe seit vielen Jahren einen erfolgreichen Kampf gegen Polio, berichtet Gründungspräsident Reif. Von den Clubs würden Millionenbeträge gespendet sowie Mitglieder in die betroffene Regionen geschickt. „Das hat mich sehr beeindruckt“, erläutert der Flörsheimer. Auch der Rotary Club Hochheim-Flörsheim oberer Rheingau wird einen Teil seiner Einnahmen und Mitgliedsgebühren für internationale Projekte bereitstellen.

Riesling-Edition

In erster Linie möchte der neue Club sein ehrenamtliches Engagement allerdings auf die Region richten. Die Mitglieder haben bereits erste Ideen entwickelt: „Wir wollen in der Jugend- und Bildungsarbeit Akzente setzen, einen Beitrag zur Berufsorientierung für Schulabgänger leisten und gemeinnützige Projekte wie beispielsweise das Flörsheimer Hospiz ,Lebensbrücke’ unterstützen“, erklärt Präsident Marcus Reif. Zur Finanzierung dieser Pläne soll unter anderem eine eigene, limitierte Riesling-Edition beitragen, die in der Vorweihnachtszeit verkauft wird. Der Club möchten den Wein ab einem Preis von 10 Euro anbieten. Jeder Euro, den Käufer freiwillig mehr zahlen, fließe in gemeinnützige Projekte.

25 Gründungsmitglieder haben der Rotary Club Flörsheim-Hochheim im Mai dieses Jahres ins Leben gerufen. Offiziell wird die Gründung aber erst mit der sogenannten Charterfeier am 3. Dezember. Die Vereinigung in den Mainstädten ist der 69. Club im Rotary Distrikt 1820. Dieses Gebiet erstreckt sich von Hofgeismar im Norden bis Rüsselsheim im Süden sowie von Limburg im Westen bis in die Rhön im Osten.

Bei Rotary handelt sich um ein Netzwerk von Service-Clubs, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Anfang nahm. Der Dienst an der Gesellschaft steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten.

In Deutschland existieren heute mehr als 1000 Rotary Clubs. Weltweit zählt die Vereinigung 1,2 Millionen Mitglieder in rund 34 000 eigenen Clubs. Gründungspräsident Marcus Reif ist beruflich in der Personalabteilung eines großen Wirtschaftsunternehmens beschäftigt. Kommunikation sowie die Fähigkeit zum Projektmanagement sieht er als persönliche Stärken, die er in die Arbeit für den Rotary Club einfließen lassen möchte, berichtet er.

Dem jährlich wechselnden Vorstand gehören neben Reif sieben weitere Mitglieder an: Vizepräsident Stephan Karl, Claudia Finke, Hans Lankheit, Dr. Susanne Mohr-Kahaly, Elmar Rosenkranz, Claudia Stankau und Christopher Willmy. Das Durchschnittsalter des Rotary-Vorstandes liegt bei 40 Jahren. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig im Hochheimer Hof. Neue Mitglieder werden nur nach Vorschlägen aus dem Kreis des Clubs aufgenommen. „Wir wollen weiter wachsen und den Kreis der Gründungsmitglieder behutsam, aber kontinuierlich ausweiten“, so Marcus Reif.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 24. Oktober 2014

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