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Main-Spitze: über den Flörsheimer Weihnachtsmarkt mit dem Stand unseres Rotary-Clubs

Der Nikolaus kommt ohne Kutsche

Viele Benefiz-Aktionen und Angebote von Vereinen gab es beim Flörsheimer Weihnachtsmarkt. Ein erkranktes Pferd machte den Heiligen zum Fußgänger.

An den Buden vorbeischlendern und nach Kleinigkeiten Ausschau halten, mit Freunden ein paar angeregte Stunden verbringen – am 43. Flörsheimer Weihnachtsmarkt gab es dazu Gelegenheit. Der Gallusplatz hatte sich in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf verwandelt. 49 Flörsheimer Vereine, Organisationen, Einrichtungen und Privatleute beteiligten sich. Genießen, Spaß haben und meist damit anderen helfen: Das macht den Flörsheimer Weihnachtsmarkt aus.
Präsenz zeigte zum ersten Mal die Eduard-Schwerzel-Seniorenresidenz. Neben Häkeltieren und Neujahrsglücksbringern – alles Handarbeiten der Mitarbeiter und Bewohner – fielen farbenfrohe Ölgemälde auf, die ein Bewohner nach Fotomotiven gemalt hat. Von dem Erlös soll ein Ausflug finanziert werden.
Der Rotary-Club Flörsheim-Hochheim verkaufte im dritten Jahr in seiner kleinen Bude 340 festlich verpackte Päckchen. Alle Überraschungspakete enthielten entweder Sachspenden oder Waren, die aus Spendengeldern angeschafft wurden. Der Erlös kommt dem Flörsheimer Hospiz sowie lokalen Projekten in Flörsheim und Hochheim zugute. Der Verein „Stern des Südens“ organisierte zum 13. Mal die „Wunschbaum-Aktion“ und hängte an den Hauptweihnachtsbaum der Stadt 120 Kinderwünsche an goldenen Sternen zum „Abpflücken“.

MUSIK ZUM ADVENTSAUFTAKT

Den musikalischen Auftakt in den Advent bildete das gemeinsame Singen in der St. Galluskirche mit der jungen Musikgruppe Flörsheim unter Leitung von Henrik Schuld und der Flörsheimer Kantorei. Der Abendgottesdienst wurde ebenfalls von der Flörsheimer Kantorei musikalisch gestaltet. Viele Besucher erfreuten sich an den Lichteffekten im Innenraum, den die Firma Wittekind Events in eine Adventstimmung getaucht hatte.

Für keltisch-weihnachtliche Klänge sorgte am Sonntag zur Mittagszeit Mat Coleman mit seiner „Musikalischen Winterreise“, ein Bläser-Ensemble des Flörsheimer Musikvereins zauberte weihnachtliche Stimmung auf dem Marktgelände.

Andere Standbestücker brauchen die Einnahmen, um besondere Ausgaben zu finanzieren. Um „weiter unserer großen Leidenschaft des Drachenbootfahrens nachkommen zu können“, boten die Girlie-Dragons in pinkfarbenen Schürzen zum vierten Mal Chili con Carne, Kartoffelsuppe und frisch geräucherte Forellen an: „Damit können wir unseren Wunsch nach einheitlicher Teamkleidung erfüllen“, erklärte Meike Fritz.
Hingucker waren zwei Standbetreiber, die beide Premiere in Flörsheim hatten: Bei „Onkel Toni aus der Hospitalstraße“ gab es Südfrüchte erntefrisch von seinem Schwiegervater aus Kalabrien. Jeanette Klein aus Rüsselsheim hatte zwei Ponys mitgebracht und zeigte Produkte aus Wolle ihrer 20 Schafe sowie riesige Felle von Galway-Rindern.
Ein Zufluchtsort bei Kälte war das Galluszentrum, wo der Ausschuss für Weltmission zum Basar mit Flohmarkt und Cafeteria einlud. Der Erlös unterstützt ein Schulprojekt der Dernbacher Schwestern in Indien.
Der Nikolaus kam dieses Jahr in Gestalt von Pfarrer Friedhelm Meudt zu Fuß – ein Pferd seiner Kutsche war erkrankt. Nach der Begrüßung durch Erste Stadträtin Renate Mohr half er beim Verteilen von 300 Nikolaus-Hefeweckchen. Beim Gang über den Weihnachtsmarkt gesellte sich der Nikolaus zu den Glühweintrinkern, schaute in die Verkaufsbuden und stand immer wieder als Fotomotiv bereit.

Impressionen

Berufsinformationstag in der Aula der Kant-Schule

Die beiden Rotary Clubs Rüsselsheim-Mainspitze und Hochheim-Flörsheim Oberer Rheingau zeigen den Jugendlichen Perspektiven auf.

Von Markus Jäger
RÜSSELSHEIM – Abitur, und was dann? Um jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich aus erster Hand bei Unternehmen und Hochschulen über das vielfältige Job- und Studienangebot in der Region zu informieren, hatten die Rotary Clubs Rüsselsheim-Mainspitze und Hochheim-Flörsheim Oberer Rheingau zu einem Berufsinformationstag in die Aula der Immanuel-Kant-Schule (IKS) geladen.
Erstmals waren neben den Schülern der IKS auch die Schüler der Max-Planck-Schule und des Neuen Gymnasiums eingeladen worden. So tummelten sich am Montagabend rund 300 Oberstufenschüler in der IKS-Aula, um sich ausgiebig über ihre Möglichkeiten nach dem Abitur zu informieren.
„Mit dem Berufsinformationstag wollen wir die abholen, die noch unschlüssig sind“, erklärte Oliver Wolf vom Rotary Club Rüsselsheim-Mainspitze. Schließlich würden etwa 20 Prozent der Abiturienten nach ihrem Abschluss nicht im Studium landen. Insgesamt gebe es nach seinem Empfinden doch recht wenig Möglichkeiten, um sich als angehender Abiturient so eingehend informieren zu können. In Rüsselsheim standen den jungen Menschen an diesem Abend immerhin 29 Stände zur Auswahl mit Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen.
Zum ersten Mal dabei waren die Bezirksschornsteinfeger Petra Wüst-Hirt und Paul Möhler aus dem Kehrbezirk Wiesbaden. Die angehenden Abiturienten seien zwar nicht die klassische Zielgruppe, aber auch an ihrem Stand hätten sich Interessenten eingefunden, um Näheres über den Beruf des Schornsteinfegers zu erfahren, berichtete Wüst-Hirt. „Es ist ein verhältnismäßig kleiner Beruf, der aber immer am Puls der Zeit sein muss“, betonte Möhler. Ihn habe damals die Freiheit angezogen, die ihn bis heute noch gut begleite.

Fliegergruppe der Polizei besonders beliebt

Bereits zum vierten Mal machten die beiden Rotary Clubs beim Berufsinformationstag gemeinsame Sache. Um die Schüler ein wenig zu ihrem Glück zu zwingen, bestünde mittlerweile Anwesenheitspflicht, „die Freiwilligkeit ist einfach nicht gegeben“, erklärte Wolf.
Besonders beliebt seien bei den Schülern immer die Fliegergruppe der Bundespolizei und die Rechtsanwälte. „Die sind der Renner“, versicherte Nadine Hiller vom Rotary Club Hochheim-Flörsheim.

Benefizkonzert des Rotary-Clubs in St. Gallus

Die Mainzer Johanniskantorei spielt in der Flörsheimer Galluskirche für den Rotary-Club Hocheim-Flörsheim-Oberer Rheingau. Der unterstützt das Hospiz „Lebensbrücke“ und Grundschulen.

Den musikalischen Abschluss des Weihnachtsmarktes und für viele Musikfreunde sicherlich auch der Höhepunkt im musikalischen Rahmenprogramm bildete am Sonntag das Benefizkonzert, zu dem die Rotarier des Clubs Hochheim-Flörsheim-Oberer Rheingau in die St.-Gallus-Kirche eingeladen hatten. Es musizierte die Mainzer Johanniskantorei unter dem Konzerttitel „Die Kunst der Polyphonie“. Der Chor steht unter Leitung von Volker Ellenberger, der die Veranstaltung moderierte.
Viel Applaus spendeten die rund 200 Zuhörer für Ellenbergers Spiel an der Barock-Orgel mit drei Stücken aus Bachs Spätwerk „Kunst der Fuge“.

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Sauerstoffkonzentrator und Ultraschallvernebler für Hospiz

Rotary Club hilft beim Durchatmen

Kurz vor dem Weihnachtsfest konnte die Leiterin des Flörsheimer Hospiz „Lebensbrücke“, Christa Hofmann, sich über zwei wertvolle Geschenke freuen, die der Rotary Club Hochheim-Flörsheim, Oberer Rheingau für die Einrichtung gespendet hatte. Rotary-Vorsitzender Marc Ressel war mit den Mitgliedern Dr. Hans-Albert Beul und Helmut Mohr zur Übergabe ins Haus in der Dalbergstraße gekommen. Die beiden Neuanschaffungen, ein Sauerstoffkonzentrator und ein Ultraschallvernebeler, sind zwei medizinische Geräte, die die Lebensqualität der Hospizgäste verbessern helfen und zwei beschädigte, alte Geräte ersetzen.

Auch in der Aromatherapie zu nutzen

Die Spende hat einen Wert von 1500 Euro und wurde von den Rotariern auf dem Flörsheimer Weihnachtsmarkt erwirtschaftet. Beide Geräte unterstützen die Atmung und sorgen für ein „unbeschwerteres Durchatmen“, erläuterte Christa Hofmann. Der Sauerstoffkonzentrator vermehrt bei bestimmten Lungenkrankheiten den Sauerstoffgehalt im Körper. Ein Ultraschallvernebeler ist ein Luftbefeuchter und Inhalationsgerät mit einem beheizbaren Schlauch. Bei Menschen mit einer Trachealkanüle in der Luftröhre löst er den Schleim in den Atemwegen: „Wir verwenden den Vernebeler gerne auch für unsere Aromatherapie. Dann setzen wir Öle mit ein“, so Christa Hofmann.

Die Rotary-Mitglieder erinnern sich noch, welche Freude sie an ihrem Stand am Weihnachtsmarkt hatten: 500 Überraschungspakete wurden sie in kürzester Zeit los. Für 8 Euro konnte so ein „großes Überraschungsei“ erworben werden, gekennzeichnet nach Zielgruppen wie Alter und Geschlecht. Allein der schmucke Geschenkkarton hatte je nach Größe einen Wert zwischen 4 und 9 Euro. Hier lobte Marc Ressel die Hochheimer Firma „Braun Company“, die die Kartons zum Selbstkostenpreis abgegeben hatte. „Das Tempo, wie schnell wir die Päckchen losgeworden sind, ist für uns die beste Rückmeldung.“ Es soll es einen Käufer gegeben haben, der in einem Kartoffelsack gleich 20 Pakete mitnahm.

Premiere hatte die Überraschungspakete-Aktion bereits 2016. Mit dem Geld wurde vor einem Jahr für das Hospiz eine Klingelmatte als Sturzprophylaxe angeschafft. Das ist eine Art „Bettvorleger“, der über ein Funksystem eine Pflegekraft informiert, sobald eine Person, die sich nicht mehr orientieren kann, aus dem Bett steigt.

Nicht nur das Flörsheimer Hospiz wurde von den Rotary-Club-Mitgliedern zur Weihnachtszeit mit einer Spende bedacht. Das Restgeld von 1200 Euro vom Weihnachtsmarkt reichte noch für Mathe-Kisten für die vier Flörsheimer Grundschulen.

Quelle: Main-Spitze vom 20. Dezember 2017